Förderungen, Heizung

von Ing. Christoph Buchinger

Förderung für Holz-, Pellet- und Hackgutheizung 2026

Techniker bedient die Steuerung eines Heizkessels im Heizraum

Kurz gesagt: In Oberösterreich fördert das Land 2026 den Umstieg von Öl oder Gas auf eine Pellets- oder Hackgutheizung mit bis zu 2.900 €, auf eine Stückholzheizung mit bis zu 1.700 €. Wer eine alte Pellets- oder Hackgutheizung tauscht, bekommt bis zu 1.400 €. Die Bundesförderung (bis zu 8.500 € für Holzzentralheizungen) ist für 2026 bereits ausgeschöpft; eine neue Runde ist für 2027 angekündigt.

Stand: Oktober 2026. Förderprogramme ändern sich laufend – wir prüfen die aktuellen Möglichkeiten für Ihr Projekt.

Warum mit Holz, Pellets oder Hackgut heizen?

Holz ist ein heimischer, nachwachsender Brennstoff – und in Österreich werden schon seit den 1990er-Jahren auch Holzpellets produziert. Gerade im Vergleich mit fossilen Energieträgern sprechen viele Gründe für Biomasse:

  • Nachhaltig und CO₂-neutral: Holz gibt beim Verbrennen nur so viel CO₂ ab, wie der Baum beim Wachsen aufgenommen hat.
  • Regionale Wertschöpfung: Pellets, Hackgut und Stückholz kommen aus der Region statt aus dem Ausland.
  • Unabhängig von Öl und Gas: Sie machen sich frei von fossilen Brennstoffen und deren Preisschwankungen.
  • Ideal bei höherem Wärmebedarf: Biomasse passt besonders gut zu älteren, größeren Häusern – oder wenn Sie eigenes Holz haben.

Welche Förderung gibt es 2026 für eine Biomasseheizung?

Landesförderung Oberösterreich

Das Land Oberösterreich fördert Biomasseheizungen über den OÖ Energiesparverband. Die Programme laufen bis 31. Dezember 2026, solange Budget vorhanden ist:

MaßnahmeFörderung Land OÖ (max.)
Umstieg von Öl/Gas auf Pellets oder Hackgut2.900 €
Umstieg von Öl/Gas auf Stückholz1.700 €
Tausch einer alten Pellets- oder Hackgutheizung1.400 €
Max. 50 % der förderfähigen Kosten, Mindestinvestition 4.400 € netto. Quelle: OÖ Energiesparverband, Stand 2026

Bundesförderung „Kesseltausch“

Für den Umstieg von einer fossilen Heizung auf eine Holzzentralheizung gab es 2026 vom Bund bis zu 8.500 € (max. 30 % der Kosten), mit Solaranlage zusätzlich bis zu 2.500 €. Das Budget war allerdings bereits im Juli 2026 ausgeschöpft. Bereits registrierte Projekte behalten ihre Förderung. Für 2027 ist eine neue Förderrunde angekündigt – voraussichtlich mit geringeren Fördersätzen.

Alle Details und den Ausblick auf 2027 finden Sie im Beitrag Heizungstausch 2026: Diese Förderungen können Sie nutzen.

Pellets, Hackgut oder Stückholz – was passt zu mir?

BrennstoffKomfortPasst besonders gut, wenn …
PelletsVollautomatisch, kaum AufwandSie maximalen Komfort wollen und Platz für ein Pelletslager haben
HackgutAutomatisch, größeres Lager nötigder Wärmebedarf hoch ist, etwa bei großen Häusern oder Landwirtschaften
StückholzHändisch nachlegenSie eigenes Holz haben und gerne selbst einheizen
Kombikessel Stückholz + PelletsFlexibel: Holz von Hand, Pellets automatischSie eigenes Holz nutzen, aber nicht auf Komfort verzichten wollen

Was moderne Pelletskessel können

Moderne Pelletsheizungen – etwa von unserem Partner Hargassner – sind kompakt, sparsam und laufen vollautomatisch:

  • Automatische Zündung und Kesselreinigung
  • Lambdasonde zur Erkennung der Brennstoffqualität
  • Ascheentleerung dank Ascheverdichtung je nach Modell nur etwa alle zwei Monate
  • Touch-Display, Füllstandsanzeige und Steuerung per App
  • Geringer Platzbedarf und einfache Wartung

Das passende Pelletslager

Für die Lagerung gibt es verschiedene Lösungen: die Direktschnecke für hintereinander liegenden Heiz- und Lagerraum, die Entnahmestation für annähernd quadratische Lagerräume, den Pellets-Gewebetank, wenn kein eigener Lagerraum gemauert werden soll, und die Schnecken-Saug-Kombination, die sich an fast jede Lagerraumsituation anpasst.

Praxisbeispiel: Kombikessel für Stückholz und Pellets

Ganz nach dem Motto „Raus aus dem Öl“ hat sich eine Familie aus Waldhausen für eine Biomasseheizung entschieden. Eingebaut haben wir den Kombikessel SP Dual von Fröling, ergänzt durch zwei Pufferspeicher mit je 1.000 Litern für einen effizienten Betrieb.

Der Kessel hat zwei getrennte Brennräume – einen für Stückholz, einen für Pellets. Die Zündung des Holzes erfolgt automatisch über den Pelletsbrenner, zu jedem gewünschten Zeitpunkt. Ist das Holz abgebrannt, heizt der Kessel automatisch mit Pellets weiter. So verbindet die Familie das eigene Holz mit dem Komfort einer Pelletsheizung.

Häufige Fragen zur Förderung für Holz- und Pelletheizungen

Die wichtigsten Antworten auf einen Blick – alles Weitere klären wir gerne im persönlichen Gespräch.

Wie viel Förderung bekomme ich für eine Pelletheizung in Oberösterreich?

Beim Umstieg von Öl oder Gas fördert das Land OÖ eine Pellets- oder Hackgutheizung 2026 mit bis zu 2.900 €. Beim Tausch einer alten Pellets- oder Hackgutheizung sind es bis zu 1.400 €.

Gibt es 2026 noch eine Bundesförderung für Biomasse?

Die Bundesförderung „Kesseltausch 2026“ ist seit Juli 2026 ausgeschöpft. Bereits registrierte Projekte behalten ihre Förderung. Für 2027 ist eine neue Förderrunde angekündigt.

Wird auch eine Stückholzheizung gefördert?

Ja. Beim Umstieg von einer fossilen Heizung fördert das Land OÖ eine Stückholzheizung mit bis zu 1.700 €.

Lohnt sich ein Kombikessel für Holz und Pellets?

Wenn Sie eigenes Holz haben, ja: Sie heizen mit Ihrem Holz und haben trotzdem den Komfort einer automatischen Pelletsheizung, die weiterheizt, wenn das Holz abgebrannt ist.

Übernehmen Sie die Förderabwicklung?

Ja. Wir prüfen, welche Förderungen für Ihr Projekt in Frage kommen, und übernehmen die Einreichung für Sie.

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Ing. Christoph Buchinger

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