Kurz gesagt: In Oberösterreich fördert das Land 2026 den Umstieg von Öl oder Gas auf eine Pellets- oder Hackgutheizung mit bis zu 2.900 €, auf eine Stückholzheizung mit bis zu 1.700 €. Wer eine alte Pellets- oder Hackgutheizung tauscht, bekommt bis zu 1.400 €. Die Bundesförderung (bis zu 8.500 € für Holzzentralheizungen) ist für 2026 bereits ausgeschöpft; eine neue Runde ist für 2027 angekündigt.
Stand: Oktober 2026. Förderprogramme ändern sich laufend – wir prüfen die aktuellen Möglichkeiten für Ihr Projekt.
Warum mit Holz, Pellets oder Hackgut heizen?
Holz ist ein heimischer, nachwachsender Brennstoff – und in Österreich werden schon seit den 1990er-Jahren auch Holzpellets produziert. Gerade im Vergleich mit fossilen Energieträgern sprechen viele Gründe für Biomasse:
- Nachhaltig und CO₂-neutral: Holz gibt beim Verbrennen nur so viel CO₂ ab, wie der Baum beim Wachsen aufgenommen hat.
- Regionale Wertschöpfung: Pellets, Hackgut und Stückholz kommen aus der Region statt aus dem Ausland.
- Unabhängig von Öl und Gas: Sie machen sich frei von fossilen Brennstoffen und deren Preisschwankungen.
- Ideal bei höherem Wärmebedarf: Biomasse passt besonders gut zu älteren, größeren Häusern – oder wenn Sie eigenes Holz haben.
Welche Förderung gibt es 2026 für eine Biomasseheizung?
Landesförderung Oberösterreich
Das Land Oberösterreich fördert Biomasseheizungen über den OÖ Energiesparverband. Die Programme laufen bis 31. Dezember 2026, solange Budget vorhanden ist:
| Maßnahme | Förderung Land OÖ (max.) |
|---|---|
| Umstieg von Öl/Gas auf Pellets oder Hackgut | 2.900 € |
| Umstieg von Öl/Gas auf Stückholz | 1.700 € |
| Tausch einer alten Pellets- oder Hackgutheizung | 1.400 € |
Bundesförderung „Kesseltausch“
Für den Umstieg von einer fossilen Heizung auf eine Holzzentralheizung gab es 2026 vom Bund bis zu 8.500 € (max. 30 % der Kosten), mit Solaranlage zusätzlich bis zu 2.500 €. Das Budget war allerdings bereits im Juli 2026 ausgeschöpft. Bereits registrierte Projekte behalten ihre Förderung. Für 2027 ist eine neue Förderrunde angekündigt – voraussichtlich mit geringeren Fördersätzen.
Alle Details und den Ausblick auf 2027 finden Sie im Beitrag Heizungstausch 2026: Diese Förderungen können Sie nutzen.
Pellets, Hackgut oder Stückholz – was passt zu mir?
| Brennstoff | Komfort | Passt besonders gut, wenn … |
|---|---|---|
| Pellets | Vollautomatisch, kaum Aufwand | Sie maximalen Komfort wollen und Platz für ein Pelletslager haben |
| Hackgut | Automatisch, größeres Lager nötig | der Wärmebedarf hoch ist, etwa bei großen Häusern oder Landwirtschaften |
| Stückholz | Händisch nachlegen | Sie eigenes Holz haben und gerne selbst einheizen |
| Kombikessel Stückholz + Pellets | Flexibel: Holz von Hand, Pellets automatisch | Sie eigenes Holz nutzen, aber nicht auf Komfort verzichten wollen |
Was moderne Pelletskessel können
Moderne Pelletsheizungen – etwa von unserem Partner Hargassner – sind kompakt, sparsam und laufen vollautomatisch:
- Automatische Zündung und Kesselreinigung
- Lambdasonde zur Erkennung der Brennstoffqualität
- Ascheentleerung dank Ascheverdichtung je nach Modell nur etwa alle zwei Monate
- Touch-Display, Füllstandsanzeige und Steuerung per App
- Geringer Platzbedarf und einfache Wartung
Das passende Pelletslager
Für die Lagerung gibt es verschiedene Lösungen: die Direktschnecke für hintereinander liegenden Heiz- und Lagerraum, die Entnahmestation für annähernd quadratische Lagerräume, den Pellets-Gewebetank, wenn kein eigener Lagerraum gemauert werden soll, und die Schnecken-Saug-Kombination, die sich an fast jede Lagerraumsituation anpasst.
Praxisbeispiel: Kombikessel für Stückholz und Pellets
Ganz nach dem Motto „Raus aus dem Öl“ hat sich eine Familie aus Waldhausen für eine Biomasseheizung entschieden. Eingebaut haben wir den Kombikessel SP Dual von Fröling, ergänzt durch zwei Pufferspeicher mit je 1.000 Litern für einen effizienten Betrieb.
Der Kessel hat zwei getrennte Brennräume – einen für Stückholz, einen für Pellets. Die Zündung des Holzes erfolgt automatisch über den Pelletsbrenner, zu jedem gewünschten Zeitpunkt. Ist das Holz abgebrannt, heizt der Kessel automatisch mit Pellets weiter. So verbindet die Familie das eigene Holz mit dem Komfort einer Pelletsheizung.
Häufige Fragen zur Förderung für Holz- und Pelletheizungen
Die wichtigsten Antworten auf einen Blick – alles Weitere klären wir gerne im persönlichen Gespräch.
Sie möchten auf Biomasse umsteigen?
Gerne beraten wir Sie persönlich zu Ihrem neuen Heizsystem und zu den Förderungen, die Sie aktuell nutzen können. Das Erstgespräch ist kostenlos.


